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Linhof 3D Micro

Präzisions-Stativkopf der Spitzenklasse

Linhof 3D MicroLinhof 3D MicroLinhof 3D MicroLinhof 3D Micro

Der Stativkopf 3D Micro der bayerischen Traditionsfirma Linhof ist eine Art Zwitter aus einem Getriebeneiger und einem Nivellierer. Der Münchner Hersteller fertigt seit 1887 optische und feinmechanische Geräte in sprichwörtlicher »Made in Germany«-Qualität und ist vor allem bekannt durch seine Großformatkamaras und die legendären analogen Panoramakameras »Technorama 617« und »Technorama 612«.

Der 3D Micro besteht (von unten nach oben) aus einer Panorama-Drehplatte, zwei um 90° versetzten, bogenförmigen Segmenten, die sich per Schneckengetriebe spielfrei und selbsthemmend um +/- 12° jeweils nach vor und zurück sowie nach rechts und links schwenken lassen. Oberhalb befindet sich eine zweite Panoramaplatte, die wahlweise mit einer Arca-Swiss-Klemme bestückt ist oder mit dem hauseigenen »Quickfix«-System von Linhof.

Der 3D Micro besitzt auf der Unterseite ein 3/8"-Gewinde für die Montage auf dem Stativ.

Linhof 3D MicroLinhof 3D MicroDie Nivellierung erfolgt mit zwei Drehknöpfen, die pro 1° Neigung eine volle Umdrehung benötigen. Entsprechend fein ist die Einstellbarkeit. Nach dem Einstellen muss man nichts fixieren, weil ein Schneckenantrieb wie hier beim 3D Micro prinzipiell »selbsthemmend« ist.

Mit diesem Präzisions-Stativkopf, der bis 10kg belastbar ist, kann man auch schweres Foto-Equipment exakt horizontal ausrichten, was ihn für die Panoramafotografie sehr geeignet macht. – Die hohen Anforderungen dieser Dispziplin, besonders bei der Aufnahme von Gigapixel-Bildern, der Arbeit mit hochauflösenden DSLRs oder Systemkameras auch jenseits der 30 Megapixel und bei der Verwendung von hochwertigen und dann meist schweren Objektiven finden hier im Unterbau des Equipments eine Entsprechung.

Klarerweise macht ein solches Gerät kaum Sinn, wenn man mit kleinen Kameras arbeitet. Ebensowenig gehört ein Reisestativ unter den 3D Micro ;-)

Kleiner Footprint

Die relativ kompakten Abmessungen mit einem Grundriss von 70 x 70 mm machen den 3D Micro auch tauglich für sphärische Panoramen. Beim Einsatz mit einer kleineren Novoflex-Panoramaplatte (60 mm ø) schaut die obere Klemmplatte bei den Aufnahmen nach unten nur ein wenig mit ihren (angenehmerweise abgeschrägten) Ecken hervor, bei der Verwendung z.B. unter dem Seitz VR Drive 2 (siehe unten) ist der 3D Micro sogar komplett verdeckt.

Panorama eingebaut

Die exakte Ausrichtung kann man an zwei Libellen an einer Ecke der oberen Klemme ablesen. Das ist angenehmer als bei einer runden Libelle, die man nur von oben ablesen kann, was bei größeren Arbeitshöhen nur schlecht bzw. fehlerhaft oder garnicht geht.

Linhof 3D MicroLinhof 3D Micro Panorama-EinstellungLinhof 3D Micro Panorama-Einstellung

Die beiden Panorama-Drehplatten unter- und oberhalb der beiden Schwenkplatten sind mit einem interessanten Feststellmechanismus ausgestattet. Hier gibt es keine Feststellschrauben wie sonst bei solchen Gelegenheit üblich, sondern einen Ring mit drei Nasen, der die Drehplatte freigibt, wenn er in Pfeilrichtung gedreht wird. Nach links, gegen die Pfeilrichtung, wird die Platte festgestellt. Das ergibt eine flache Bauhöhe für diese Teile des Kopfes und erspart weitere Knöpfe.
Für die Ablesung des Drehwinkels gibt es sowohl oben als auch unten eine große und deutliche 360°-Skala und angenehmerweise vier Marker im Abstand von 90° zum Ablesen. Das ist eine sehr praktische Kleinigkeit, denn man kann nicht immer rund um ein Stativ herumgehen, wenn man ein Panorama aufnimmt.

Arca-Swiss-kompatibel

Linhof 3D Micro Arca-SwissLinhof 3D Micro Arca-Swiss

Der Linhof 3D Micro wird wahlweise mit zwei verschiedenen Anschlüssen für den Aufbau weiterer Gerätschaften geliefert: Einmal mit der »Quickfix«-Klemme, die zu den Fachkameras und diversem Zubehör von Linhof passt oder mit einer Arca-Swiss-kompatiblen Schwalbenschwanzklemme. Die Arca-Schienen oder -Platten sind mit einem gefederten Messingstift gegen Herausfallen gesichert.

Typischerweise unterscheidet sich die Genauigkeit der Klemmung von Hersteller zu Hersteller, weil das Arca-Swiss-Profil ja nur eine Art Standard ist, aber keine wirkliche Norm mit exakten Abmaßen. So klemmen Schienen von Sunwayfoto und die neueren, doppelseitigen Novoflex-Profile ganz exakt mittig, während ältere (einseitige) Novoflex-Schienen und solche von Really Right Stuff und Benro etwas breiter sind und etwa 0,2 - 0,5 mm off-center sind. Eine Rolle spielt das aber nur, wenn die obere Drehplatte des 3D Micro direkt als Basis für ein Panorama-Setup dient. Dann muss man solche Differenzen beim Querversatz der Kamera entsprechend berücksichtigen.

Im Schneckengang

Linhof 3D Micro Getriebe Der 3D Micro wird mit Schneckenantrieben verstellt. Das hat den großen Vorteil, dass die Verstellung auch bei großen Lasten leichtgängig ist, dass sie funktioniert, ohne dass man den Aufbau festhalten muss und vor allem, dass in der gewünschten Position nichts fixiert werden muss. Jeder, der schon einmal schweres Equipment auf einem Kugelkopf montiert hat, weil, dass auch die besten Köpfe »nachsacken«, sobald man die unterstützende Hand wegnimmt, nachdem man die Fixierung festgezogen hat. Ein Schneckentrieb ist selbsthemmend, d.h. er bleibt immer in der Position stehen, bei der man den Einstellknopf loslässt. Er kann unter Last verstellt werden und braucht keine weitere Fixierung.

Das ist ein entscheidender Vorzug gegenüber allem, was Fixierschrauben, Hebel oder sonstige Vorrichtungen hat. Selbst ein ähnlich ausschauender Konkurrent des 3D Micro, der Arca Swiss Cube, hat eine Fixierung bzw. Reibungseinstellung nötig, weil dieser nicht mit Schnecken, sondern mit gebogenen Zahnstangen und Zahnrädern arbeitet. Bei ähnlichem Gewicht, ähnlicher Größe und ähnlichem Preis bedeutet das in dieser Hinsicht den K.O. für den Cube gegenüber dem 3D Micro.

Eine weitere Besonderheit bei dieser Konstruktion ist die Richtungstrennung der Einstellbarkeit. Öffnet man die Fixierung eines Kugelkopfes, gibt man die Bewegung in alle Raumrichtungen frei. Beim 3D Micro sind alle Bewegungen getrennt einstellbar: Vor, zurück, rechts, links sowie die Drehung(en). Die Kontrolle ist wesentlich besser. Wer sich auch nur gelegentlich mit Architekturfotografie beschäftigt, weiß, welch ein Vorteil das ist.

Auch gegenüber Dreipunkt-Nivellierern wie dem altbekannten Manfrotto 338 oder dem Nodal Ninja EZ Leveler hat der 3D Micro den großen Vorteil, dass der Verstellweg nicht nur wenige Grad wie bei diesen beträgt, sondern +/- 12°.

Linhof 3D Micro Schnellverstell-KurbelLinhof 3D Micro Schnellverstell-KurbelLinhof 3D Micro Schnellverstell-Kurbel

Schneckentriebe haben einen natürlichen Nachteil, den man schon am Namen ablesen kann ;-) . Längere Verstellwege zu machen, dauert auch länger. Deshalb gibt es ein kleines, nettes Zubehör für den 3D Micro: Eine Schnellverstellkurbel.

Linhof 3D Micro Schnellverstell-KurbelLinhof 3D Micro Schnellverstell-Kurbel Diese Kurbel wird einfach mit ihrer hohlen Seite auf einen der beiden Verstellknöpfe gesteckt. Dann kann man die 24 Umdrehungen für den kompletten Verstellweg von einem Anschlag zum andern schnell zurücklegen. Die Kurbel ist separat erhältlich.

Präzisionstests

Wie gerade ist »gerade«? Um für eine Panorama-Drehplatte diese Frage zu beantworten, gibt es einen guten Test.

Linhof 3D Micro RundlaufLinhof 3D Micro Rundlauf Wenn man eine Libelle auf eine Arca-Swiss-Platte montiert und weiß, dass sie exakt plan und gerade auf der Platte aufliegt, kann man diese auf eine Panoramaplatte klemmen und schauen, ob und wie sich die Libellenblase bewegt. Mein Testobjekt hat eine Empfindlichkeit von 5 Bogensekunden, wobei die Breite der Blase in Bezug auf den Ablesekreis in der Libelle visuell knapp 0,2° entspricht. Nivelliert man den 3D Micro aus und dreht dann die obere Panoramaplatte, so bewegt sich die Blase nie mehr als knapp die Hälfte aus der Mitte, d.h. die Schwankung bei einer Drehung kann man mit weniger als 0,1° annehmen. Ich gehe mal davon aus, dass die Genauigkeit noch höher ist (Ich hab ja schließlich kein feinmechanisches Meßlabor ;-) ).

Das nächste wichtige Kriterium für die Verwendung eines Stativkopfes für Panorama-Aufnahmen ist dessen Fähigkeit, mit asymmetrischen Belastungen umzugehen. Die Kamera im Hochformat macht das Setup immer rechts- oder linkslastig, die nötige Verschiebung nach hinten für die Einstellung des No-Parallax-Points immer hecklastig. Ein wichtiger Grund, warum Kugelköpfe mit ihrem verhältnismäßig dünnen Kugelhals für wirklich präzise Panoramen eher suboptimal sind.

Linhof 3D Micro BelastungstestLinhof 3D Micro Belastungstest Der 3D Micro hat hier durch seinen kompakten, relativ flachen und massiven Aufbau sowie die großen Auflageflächen der gebogenen Neigeschienen viel bessere Chancen, mit den Hebelwirkungen umzugehen, die größere Panorama-Setups mit sich bringen. Das lässt sich auch eindrucksvoll nachprüfen.
Bei meinem Test habe ich eine relativ massive, 24 cm lange Arca-Swiss-Schiene (200g Eigengewicht) mit einem Ende am 3D Micro geklemmt und mit Hilfe der oben erwähnten Libelle nivelliert. Ans andere, freie Ende der Schiene kam dann als asymmetrische Last eine Canon EOS 5D MkIII mit einem EF 70-200 ƒ/4 L nebst Fuss und Arca-Swiss-Platte und Kreuzklemme, alles zusammen knapp 2.300g. Dabei hat die Mess-Libelle ein Nachgeben des 3D-Micro um weniger als 0,1° angezeigt. Bei normalen Libellen (übrigens auch bei den beiden im 3D Micro eingebauten) rührt sich da sichtbar gar nichts mehr.
Das hat bei all meinen Hardware-Tests bisher noch keine Kombination aus Kugelkopf bzw. Nivellierer und Panorama-Drehplatte geschafft.

Anwendungen

Für welche Zwecke macht denn nun ein solches mechanisches Meisterwerk, das ja auch sein Gewicht und seinen Preis hat, überhaupt Sinn?

Prinzipell gilt ja, dass alles, was man bei der Panorama-Aufnahme an Sorgfalt und Präzision an den Tag legt, sich später als (Zeit-)Ersparnis bei Korrekturen und Retusche auszahlt. Besonders bei sehr großformatigen Arbeiten multipliziert sich der Aufwand dafür dann ja auch noch massiv proportional zur Anzahl der Bilder bzw. zur Dateigröße.

Bei zylindrischen Panoramen, egal, ob 360° oder nur ein Teil davon, ergibt jede Ungenauigkeit bei der Nivellierung einen welligen Horizont, denn man zwar später gerade richten kann, wobei aber dann als Folge die obere und untere Bildkante wellig wird. Man muss dann beschneiden und verliert, besonders bei sehr langgestreckten Formaten, z.T. erheblich Bildmaterial.

Vor allem für schweres Equipment wie große 2-achsige oder gar motorisierte Panoramaköpfe mit schweren DSLRs und großen Objektiven wie Tele-Brennweiten für die Gigapixel-Fotografie, die zusammen bewegliche und mitunter stark asymmetrische Lasten darstellen, ist die Konstruktion des 3D Micro jedem noch so guten Kugelkopf weit überlegen. Der kurze und senkrechte Kraftfluss durch den quadratischen Metallblock direkt nach unten macht auch einen Vergleich mit professionellen Getriebeneigern wie den großen Manfrotto-Modellen hinfällig.

3D Micro mit VR Drive 2Eine weitere (auf den ersten Blick nicht allzu naheliegende) Anwendung für den 3D Micro ist die Massenproduktion von Panoramen z.B. für größere Panoramatouren-Projekte. Hier zählt alles, was Arbeits- und Rechenzeit spart.
Deswegen versucht man dabei z.B. mit »Blind Stitches« zu arbeiten, bei denen man für das Stitching gar keine Kontrollpunkte mehr setzt und auch nicht optimiert, sondern mit einem fixen Setup arbeitet, das auf optimale Wiederholgenauigkeit getrimmt ist und zusammen mit einer einmal erstellten Stitching-Vorlage erlaubt, dass die Einzelbilder von vorn herein so genau zusammenpassen, dass man eben den Optimierungsprozess beim Stitching nicht mehr braucht. Hier kommen in der Regel motorisierte Panoramaköpfe zum Einsatz, deren Schrittmotoren nachhaltig präzise genug für solche Anforderungen arbeiten.
Nach solchen Aufnahmen werden automatisiert z.B. PTGui-Projekte generiert und auch gleich gerendert. Da hier das Material sozusagen »unbesehen« montiert wird und auf jede Nachbearbeitung verzichtet werden soll, muss z.B. bei Architektur- oder Immobilienprojekten sichergestellt sein, dass der Horizont gerade und alle Senkrechten auch wirklich senkrecht sind. Das kann bei einem solchen Workflow nur direkt on location bei der Aufnahme passieren und hier ist der 3D Micro durch seine Genauigkeit ideal. Dessen Einsatz erspart das separate Begutachten der gerenderten Panoramen und die eventuell nötige Nachbearbeitung in Form einer manuellen Ausrichtung der Senkrechten im Bild.

Setups

Linhof 3D Micro SetupsLinhof 3D Micro SetupsLinhof 3D Micro SetupsLinhof 3D Micro Setups

Oberhalb sind beispielhaft einige Setups für ein hochauflösendes zylindrisches Panorama gezeigt, in denen der Linhof 3D Micro vorteilhaft eingesetzbar ist (Abbildungen oben, v.l.n.r.):

• Einfacher hochformatiger Aufbau mit einem Canon EF 100mm L Macro und einer Sony A7R
   (hier wird direkt die obere Panoramaplatte des 3D Micro genutzt)
• Canon 5D MkIII mit EF 24-105mm L mit dem Novoflex Einstellschlitten »Castel-Q«
   (ebenfalls mit der Panoramaplatte des 3D Micro)
• Canon EF 100mm L Macro mit Sony A7R und Sunwayfoto-Schiene und großer
   Novoflex-Panoramaplatte »PANORAMA=Q PRO« (mit Rastungen)
• Canon EF 100mm L Macro mit Sony A7R und Sunwayfoto-Schiene und großer
   Nodal-Ninja-Panoramaplatte »Advanced Rotator RD8-II« (mit Rastungen)

Um den Vorteil der großen Stabilität bei Hebelwirkungen durch solche hecklastigen Setups beim 3D Micro zu erhalten, empfiehlt es sich sehr, Panoramaplatten mit größeren Durchmessern zu verwenden wie die hier gezeigten Exemplare von Novoflex und Nodal Ninja.

Linhof 3D Micro Setups Auch für große, 2-achsige Köpfe ist der 3D Micro ein optimaler Unterbau, hier der schwere Nodal Ninja »Ultimate M2« mit einem Gigapixel-Setup (Canon EF 100mm L Macro mit Sony A7R).

Linhof 3D Micro SetupsLinhof 3D Micro Setups Ganz besonders bei motorisierten Panoramaköpfen (wie hier beispielhaft der Rodeon piXplorer von Dr.Clauss und der Roundshot VR Drive 2 von Seitz), die ja nochmals eine höhere Gewichtsklasse darstellen, bietet der 3D Micro eine Stabilität, die der Präzision, mit der diese Köpfe ihre Aufnahmemuster abarbeiten, entspricht. Da man es hier ohnehin mit Equipment zu tun hat, das man nicht mehr unbedingt zu Fuss auf einen Berg trägt, schlägt auch das zusätzliche Gewicht für den 3D Micro nicht so sehr zu Buche. Diesen Stativkopf setze ich hauptsächlich mit solchen Motorköpfen ein wie beim ersten der folgenden Beispiele mit Aufnahmensituationen.

On Location

Linhof 3D Micro mit Seitz VRD2Linhof 3D Micro mit Seitz VRD2Linhof 3D Micro mit Seitz VRD2Linhof 3D Micro mit Seitz VRD2

Bei diesem Shooting ging es um eine hochauflösende Ansicht von Wien vom nördlich der Stadt gelegenen Kahlenberg. Zum Einsatz kam die Canon EOS 5D MkIII mit dem 100mm ƒ/2.8 L Macro auf dem Seitz Roundshot VR Drive 2 mit WLAN-Steuerung (das weiße Kästchen auf dem Querarm des Kopfes). Der Linhof 3D Micro ist auf dem sehr stabilen Benro Combination C4770TN Carbon-Stativ montiert. Das ganze Setup ist dann noch durch eine 3-Punkt-Aufhängung eines f-stop-Rucksacks im Stativ beschwert.

Linhof 3D Micro mit Sunway Pano2Linhof 3D Micro mit Sunway Pano2Linhof 3D Micro mit Novoflex Castel-QLinhof 3D Micro mit Novoflex Castel-Q

Bei zwei Panorama-Aufnahmen im Park von Schloss Belvedere diente der 3D Micro als Stativkopf einmal für ein manuelles, hochauflösendes Panorama der Wiener Innenstadt mit der Canon EOS 5D MkIII und dem 100mm ƒ/2.8 L Macro. Als Panoramakopf habe ich hier den Sunwayfoto Pano2 verwendet (2 Bilder links).
Daneben (2 Bilder rechts) sieht man ein einfaches Setup für ein einreihiges zylindrisches Panorama vom Schlosspark mit der Canon EOS 5D MkIII und dem 24-105mm ƒ/4 L (bei 24mm). Als Nodalpunktschiene diente hier der altbewährte Novoflex Einstellschlitten »Castel-Q« aus dem VR-System II.

Fazit

Der Linhof 3D Micro ist meiner Meinung nach der beste Stativkopf, den man für Geld kaufen kann, wenn es darum geht, ein Gerät zu haben, das präzise, kompakt und sehr fein einstellbar ist. Er ist anders als jeder Kugelkopf unter Last und richtungsgetrennt verstellbar und hat keine Fixierung, so dass nichts nachsacken kann. Der Kopf ist statisch optimal konstruiert für hohe Gewichte und weitgehend unempfindlich gegenüber asymmetrischer Belastung.
Der Preis ist nicht ohne, aber das Gerät ist in jeder Hinsicht (Haptik, Handling, Finish) »Made in Germany» und (um beim Englischen zu bleiben): »You get what you pay for«. Er ist sicher etwas für Spezialisten und nur sinnvoll einzusetzen mit entsprechendem professionellen Equipment und auf einem sehr stabilen Stativ.

Bezugsquellen - Website - Produktfolder
Gewicht: 1.037 g
Maße: 70 x 70 x 93 mm (B x L x H, ohne Knöpfe)
Preis: ca. 1.150,-- € (inkl. DE-MwSt.)

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